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Beziehungs-Coaching

Leiden oder Leidenschaft - 4 Tage Intensiv-Workshop

09.07.2010 bis 12.07.2010 von 10.00 - 17.00

570,00 CHF pro Person

Schlüßhof
17279 Lychen - Schlüßhof

www.schluesshof.de

Karte
Leiden oder Leidenschaft - 4 Tage Intensiv-Workshop

Leitung

Leitung: Anja und Rainer Grunert
Unterstützung: Isabelle und Rainer Kresse

Beschreibung

Warum verschwindet leidenschaftliches Begehren aus fast allen Partnerschaften?
Warum entsteht nach dem Honeymoon, selbst wenn er über Monate anhielt, häufig ein Vakuum?
Warum werden wir, je länger eine Partnerschaft andauert, oft unterschwellig unzufrieden?

Die übliche Antwort ist, dass aus dem Feuer der Leidenschaft die Glut der Liebe wurde. Dass wir ruhiger wurden, der Alltag ins Leben drang, Kinder bekamen und wir eine neue Qualität von Beziehung ent­wickelten. Eine Qualität, die uns näher brachte und in der Intimität nicht mehr an erster Stelle steht.

Eine Zeit lang können wir uns damit arrangieren, aber dauerhaft?

Wahrscheinlich werden wir irgendwann die Be­ziehung beenden oder wir flüchten in Arbeit und Affären.

Die unter uns, die mehrere Partnerschaften hatten, wissen: Auch beim nächsten Mal wird es nicht besser - alles ist Wiederholung. Es ist immer das Gleiche: zuerst verlassen wir uns selbst und dann verschwindet das Gefühl zum Partner.

Der Workshop „Leiden oder Leidenschaft“ schafft ein Verständnis dieser Dynamik und für das, was da­hinter steckt. Aus diesem Verstehen und einer Aufmerksamkeit für die eigenen Bedürfnisse kann dann wieder Liebe wachsen.

 

Inhalte

Mann sein und Frau seinFrau sein - Mann sein

Es gab eine Zeit, da war es wichtig, dass Frauen ihre maskulinen und Männer ihre femininen Anteile ent­decken. Frauen lernten für sich selbst einzustehen und in einer von Männern geprägten Welt erfolgreich ihren Platz einzunehmen, während Männer in Kontakt mit ihren Gefühlen und ihrer weichen Seite kamen.

Häufig ging dabei die Polarität zwischen den Ge­schlechtern, die sexuelle Anziehung, verloren. Seither beklagen Frauen das Verschwinden der „echten“ Männer - einer Männlichkeit, der sie sich ohne zu zögern hingeben können.
Männer ihrerseits beschweren sich über den alltäg­lichen Kampf mit der Frau an ihrer Seite: wer vertrauenswürdiger ist, wer mehr im Leben steht - wer von beiden der bessere Mann ist.

So wichtig Gleichberechtigung im Alltag ist, so erotikfeindlich wird sie im Bett: Intime Begegnungen brauchen Gegensätze, denn um uns wirklich zu berühren, ist es wichtig, dass sich Frau und Mann aus ihrem tiefsten Kern heraus begegnen.

Im Workshop arbeiten wir an diesem Thema mit speziellen Präsenzübungen und führen die Teilnehmer durch die Schalen ihrer Konditionierung und hinter die Masken ihres Alltags. So wird es möglich mit dem essenziellen femininen bzw. maskulinen Kern in Berührung zu kommen und neue Erfahrungen mit sich selbst und mit dem anderen Geschlecht zu machen.
Wir üben dabei spielerisch, was „Frau sein“ bzw. „Mann sein“ in der heutigen Zeit bedeuten kann und was es heißt sich selbst treu zu bleiben, ohne in alte Rollenmuster zu fallen.

In Beziehung_ einIn Beziehung sein

In den seltensten Fällen ist eine Partnerschaft eine selbst gewählte Verbindung, sondern nahezu immer wird sie aus alten Sehnsüchten, den Biografien der Beteiligten, getrieben.
Wir glauben, dass der andere etwas hat, bzw. uns etwas geben kann, was uns fehlt: Den Schlüssel zu
unserem Herzen, die Kraft uns selbst zu vertrauen, fehlende Mutter- oder Vaterliebe. Dass es sich dabei um eine Illusion handelt, lernen wir schnell und auch der Verursacher unserer immer größer werdenden Ent­täuschung ist dann rasch ausgemacht: unser Partner.

In Beziehung sein bedeutet, Verantwortung übernehmen - Verantwortung für die eigene Geschichte und alle mit ihr zusammenhängenden Verletzungen, Verhaltensmuster und Gefühle. Es ist ein Annehmen von sich selbst und ein Annehmen des Partners mit all seinen liebenswerten Anteilen aber auch seinen Ecken und Kanten.

Dafür braucht es Raum zwischen den Beteiligten und beide müssen die Fähigkeit entwickeln Nähe und Distanz, nach ihren jeweiligen Bedürfnissen zu regulieren - aber auch die Gelassenheit, Distanz bzw. das Bedürfnis nach Nähe des jeweils anderen zu respektieren.

Im Workshop üben wir die hohe Kunst den Partner auszuhalten, ohne ihn einzuengen, ihn zu tragen, ohne ihn zu erdrücken und ihn zu akzeptieren, ohne ihn verändern zu wollen. Das gelingt nicht immer, denn oft kommen wir dabei an den eigenen Schmerz. In solchen Situationen zu differenzieren und uns selbst treu zu bleiben, ist eine der größten Herausforderungen einer Partnerschaft.

Sich verschenkenSich verschenken

Verschenken können wir uns nur, wenn wir uns besitzen.
Dafür aber müssen wir uns zurückholen, was wir bisher für die „falsche Liebe“ Anderer aufgaben: Selbstliebe, Vertrauen, Kraft, aber auch große Teile unserer sexuellen Identität als Frau oder Mann, unsere Lust und unseren Schmerz, unsere Fähigkeit überzufließen vor Liebe, aber auch unsere Angst vor Hingabe.

Das meiste davon liegt gut verborgen unter Masken, Schutzmechanismen, Scham- und Schuldgefühlen. Es scheint, als hätten wir unsere frühere Lebendigkeit verloren und in ruhigen Minuten spüren wir tatsächlich eine innere Leere. Je größer dieses Vakuum wird, umso mehr klammern wir uns an den Partner oder wir suchen Attraktionen und Beschäftigungen im Außen.
Bleiben wir bei uns und graben tiefer, stoßen wir auf Schmerz: auf die Wunde, uns viel zu oft aufgegeben und Kompromisse geschlossen zu haben.

Sobald wir jedoch beginnen uns selbst zu verzeihen und er­kennen, dass von außen keine Hoffnung naht, nicht in dieser und in keiner neuen Beziehung, dann bleibt nur, mit einem offenen und oftmals schmerzenden Herzen zu leben oder mit einem verschlossenen zu sterben.
Nur ein offenes Herz kann geben, nur mit offenem Herzen können wir uns verschenken - auch wenn es anfangs schmerzt, ist es der einzige Weg zur Heilung.

Wir geben dann nicht mehr, weil wir im Austausch etwas wollen, sondern weil wir nicht anders können - weil wir überfließen und weil es keinen würdigeren Empfänger für unsere Geschenke gibt, als genau diesen Partner.

Zusätzliche Information

Für Unterkunft in Zweibett-Zimmern und Verpflegung fallen pro Tag 65,00 EUR je Person an, die direkt mit dem Seminarhaus abgerechnet werden.

Wir empfehlen bereits abends am 08.07.2010 anzureisen.

Das Spiel der Fussball WM um den dritten Platz am 10.7. und das Endspiel am 11.7. schauen wir selbstverständlich gemeinsam.

Anmeldung

Bitte buchen Sie diesen Workshop nur über:

Beziehungs-Coaching Berlin - Isabel Kresse
Lorenzstraße 64
D-12209 Berlin

Telefon: +49 (30) 85 99 47 88

info@ikberlin.com

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