Ein Modell von Partnerschaft

Modell: Paarberatung und Eheberatung - Paartherapie und Sexualberatung - Systemische Familien-Therapie

Aus diesem Blickwinkel ist eine Partnerschaft eine Reise.

Und wie auf jeder Reise kann, trotz aller vorausschauenden Planung, viel Unvorhergesehenes geschehen. Dies können angenehme Überraschungen, wie auch herbe Enttäuschungen sein. Und weil es sich bei jeder Partnerschaft, um eine Abenteuerreise in unbekanntes Terrain handelt, kann man sich ziemlich schnell im Beziehungsdschungel verirren.

Das ist der Moment, an dem einer oder beide nach einem kundigen Fremdenführer rufen. Sie haben sich verlaufen, wissen oftmals nicht mehr ein noch aus, möchten häufig die Reise abbrechen und nur noch nach Hause - am liebsten alleine.

Was wir in solchen Momenten zumeist vergessen, ist mit welcher Neugier wir uns einst aufmachten das Beziehungsterrain zu erkunden und wie waghalsig wir einst waren. Jetzt scheint es, als hätte uns aller Mut verlassen.

Mit diesem Modell wollen wir Ihnen eine grobe Landkarte des Beziehungsdschungels geben, denn selbst, wenn sie noch keinen Ausweg aufzeigt, so beruhigt es doch zu wissen, wo man sich befindet.

 

Der Start – Alleine sein:

Sie sind alleine und lernen einen Menschen kennen mit dem Sie die Reise antreten wollen. Es scheint, dass dieser Mensch alles hat, wonach sich Ihr Herz verzehrt. Das zieht sie magisch an.

Sich verlieben:

Sie entscheiden sich, sich weiter zu öffnen und begeben sich auf die erste grosse Reise. Oder aber Sie zögern: Ist er, ist sie es wirklich? Wollen Sie sich wirklich gemeinsam auf den Weg machen?

Ein Paar sein:

Sie sind unterwegs und jeder hat seine Projekte und Verantwortlichkeiten (Kinder, Karriere, persönliche Entwicklung, etc.). Sie fangen an, sich im Reisealltag zu verlieren. Sie merken, sie können immer weniger miteinander, aber auch nicht ohne den anderen. Sie sind in eine merkwürdige Abhängigkeit geraten und denken manchmal ans Ausbrechen. Aber wohin?

Zurück zu sich selbst:

Sie beginnen sich selbst wieder wichtiger als die Partnerschaft zu nehmen und schaffen Distanz. Vielleicht reisen sie einige Tage einmal alleine bzw. in unterschiedliche Richtungen, um danach wieder zusammenzukommen. Dies kann der Beginn der zweiten grossen Reise sein. Sie können allerdings auch ängstlich im Beziehungsdschungel verharren und sich gegenseitig beim verhungern zuschauen.

Der zweite Frühling:

Falls Sie sich auf die zweite grosse Reise begaben, ist es gut möglich, dass sie sich aus dem Beziehungsdschungel befreien konnten und sich respektvoll und wohlwollend wie Abenteurer, die eine gefährliche Herausforderung gemeistert haben in die Augen sehen.

 

Unser Modell ist aus der psychoanalytischen Objektbeziehungstheorie Melanie Kleins abgeleitet. Margaret Mahler bestätigte es durch viele empirische Untersuchungen in den 70er Jahren. Eine direkte Umsetzung Margaret Mahlers Entwicklungsmodell von Kindern auf Partnerschaften wurde erstmal 1988 von den amerikanischen Therapeuten Ellyn Bader und Peter Pearson in ihrem Buch „In Quest of the Mythical Mate“ beschrieben. Im gleichen Jahr veröffentlichte der amerikanische Psychotherapeut und Sufi A. Hameed Ali unter dem Pseudonym A. H. Almaas sein Buch „The Pearl Beyond Price“, in welchem er die Objektbeziehungstheorie auf die verschiedenen Schritte spirituellen Wachstums anwendet.

In der Paarberatung kombinieren wir dieses Modell mit einem systemischen Blick (Virginia Satir), mit Elementen aus der Transaktionsanalyse (Eric Berne) und der Gestalttherapie (Fritz Perls) sowie mit der Arbeit am inneren Kind (John Bradshaw).

Dazu kommen Erfahrungen vieler anderer therapeutischer und spiritueller Richtungen, wie wir auf unserer Reise sammeln durften.